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Drucken Sie bitte sie aus, damit Sie sie später grifbereit auf Ihrer Baustelle haben.
 

1. Geeignete Untergründe

 Grundsätzlich ist die Verlegung auf allen Unterböden möglich, sofern diese eben, sauber, dauertrocken, rissfrei, sowie zug- und druckfest sind (DIN 18 365). Grundsätzlich gilt: je glatter der Unterboden, desto schöner und perfekter wird das Ergebnis. Jede Unebenheit die fühlbar ist, kann man dem Korkboden später ansehen. Die Vorbereitung des Untergrundes sollte deshalb mit großer Sorgfalt vorgenommen werden.

 

2. Vorbereitung ungeeigneter Untergründe

Ist ein Boden uneben, so muss er begradigt werden. Um dies zu erreichen, werden Betonestriche, Anhydrit-Estriche, Holzspanplatten oder Trockenestrichsysteme verwendet. Für das bestmögliche Resultat empfehlen wir je nach Untergrund, Budget und verfügbarer Bauzeit entweder die Verwendung von Fließspachtel oder von Nut-und-Feder-Spanverlegeplatten.

Im Folgenden unsere Empfehlungen speziell für die jeweiligen Untergründe:

 

2.1. Betonestriche

Zunächst müssen grobe Unebenheiten, vor allem an Rändern und in Ecken, wie auch Farbflecke beseitigt werden, auch vorhandene Dehnungsfugen sind mit Acrylat auszuspachteln. Danach die Fläche gut reinigen, Haftgrundierung auftragen und Fließspachtel legen. Auch bei einem Estrich, der augenscheinlich eben und porenfrei ist, empfiehlt es sich in 90% aller Fälle zu spachteln. Hier gilt wiederum: jede Welle, die Sie fühlen können, werden Sie Ihrem Kork später auch ansehen.

 

2.2. Holzparkettböden

Wenn altes Holzparkett nur abgenutzt, aber noch eben, fest und stabil ist, kann direkt darauf verlegt werden. Ist der Boden schon stark beschädigt, muss mit Holzspanplatte oder Fließspachtel egalisiert werden.

 

2.3. Dielenböden

Ein Fußboden aus alten Holzdielen weist zumeist erhebliche Mängel auf und ist nur in seltenen Fällen eben, zug- und druckfest. Hier empfiehlt sich meist die Egalisierung mit Nut-und-Feder Holzspanplatten. Es besteht auch die Möglichkeit, den Dielenfußboden mit einem speziellen (flexiblen) Fließspachtel zu behandeln, wenn die Fugen zwischen den Dielen geschlossen sind (ansonsten würde der Fließspachtel hindurchsickern). Der Fließspachtel ist in Ihrem Fachgeschäft erhältlich.

 

2.4. Fliesen und Kacheln

Da sich die Fugen von Fliesen und Kacheln langfristig gesehen durchprägen würden, müssen die Fliesen (insbesondere von Fett) gereinigt, mit Haftgrundierung versehen und fließgespachtelt werden.

 

2.5. PVC oder Linoleumbelag

Der Boden kann mit Verdünnung gereinigt und danach mit Schleifpapier (60-er Körnung) angerauht werden. Voraussetzung: Linoleum oder PVC sind vollflächig und fest verklebt und weisen keine größeren Beschädigungen auf (Löcher, Dellen etc.).

Wesentlich besser wird das Ergebnis jedoch, wenn ein solcher Altboden entfernt und der Untergrund neu egalisiert wird, da sich (in seltenen Fällen) der alte Boden nach dem Verlegen des neuen Bodens durch die Oberflächenspannung des neuen Klebers ablösen könnte.

 

2.6. Entfernen von Altmaterial

Reste von Altmaterialien müssen gründlich entfernt werden. Falls Sie diese mühselige Arbeit aus Kostenersparnisgründen selbst erledigen wollen, so können Sie bei uns ein professionelles Entfernungsgerät, genannt Stripper, mieten. Die alte Klebstoffschicht kann belassen werden, sofern sie fest ist. Danach muss Fließspachtel eingebracht werden.

 

2.7. Nicht unterkellerte Räume

Wenn ein Untergrund aus Beton ohne Unterkellerung und ohne weitere Feuchteschutzmaßnahmen direkt auf Sand gegossen ist, wird gegen die aufsteigende Feuchtigkeit eine spezielle Vorbehandlung erforderlich. Hierzu beraten wir Sie gern.

 

2.8. Fußbodenheizung

Korkböden können problemlos auch auf beheizten Böden verlegt werden, wenn bei der Verlegung einige Besonderheiten beachtet werden. Dazu unten mehr.

 

2.9. Fließgespachtelter Boden

Auch einen mit Fließspachtel egalisierten Boden nochmals sorgfältig nach eingeschlossenen Steinchen und kleineren Unebenheiten absuchen und gründlich staubsaugen. Danach kann sofort das Korkparkett verlegt werden.

 

2.10. Holzspanplatten

Auf fachgerecht verlegten Holzspanplatten kann nach gründlicher Reinigung sofort mit der Verlegung begonnen werden. Bitte auf die Nahtstellen der Platten achten. Sollten hier Unebenheiten sein, müssen diese zunächst glattgeschliffen werden. Auch herausstehende Schrauben müssen komplett versenkt werden. Es dürfen nur Nut- und Feder-Spanplatten ab 13 mm Stärke und Qualitätsstufe V 100 verwandt werden.

Achtung: Die Spanplatten haben eine Ober- und Unterseite.

 

3. Werkzeug

Bevor Sie mit der Verlegung beginnen, prüfen Sie, ob Sie das nötige Werkzeug zur Verfügung haben. Sie benötigen: Japanspachtel, Zollstock, Bleistift, Richtlatte, eine Klebstoffauftragswalze, eine Lackauftragswalze, zwei Pinsel, ein Teppichmesser mit Ersatzklingen, einen Gummihammer, ein Metallineal und eine Andruckwalze. Nicht vorhandenes Werkzeug erhalten Sie auf Anfrage bei uns.

 

4. Akklimatisierung

Etwa 24 Stunden vor der Verlegung sollten die Korkplatten ausgepackt und lose in kleinen Stapeln übereinandergeschichtet der Temperatur des Verlegeraums angepasst werden. Bei der Verlegung ist zu beachten, dass Untergrund, Klebstoff und Raumluft möglichst gleiche Temperaturen haben. Die Verarbeitung soll nicht unter + 15°C und nicht über 75% relative Luftfeuchtigkeit erfolgen. Bei kalter Witterung sind daher Belag und Klebstoff rechtzeitig in dem zu verlegenden Raum aufzutemperieren.

Hinweis: Kork ist ein Naturmaterial, deshalb können zwischen einzelnen Platten Farbunterschiede auftreten. Dies ist keine Minderung der Qualität, sondern bei einem Naturprodukt völlig normal, wie Sie dies etwa von Lederprodukten kennen. Dies gilt auch für eingefärbte Platten. Wir empfehlen, die Platten vor der Verlegung grob zu sortieren.

 

5. Auftragen des Kontaktklebers

Der von uns verwendete Latexkleber ist ein Kontaktkleber auf Wasserbasis. Achtung: Der Kleber darf nicht unter +5 Grad Celsius gelagert werden. Das Werkzeug kann nach Gebrauch mit Wasser gereinigt werden.

Der Kleberverbrauch beträgt ca. 100-125 g/qm, je nach Saugfähigkeit des Untergrunds. Bei sandigen Zementestrichen sowie anderen stark saugenden Untergründen mit Dispersionshaftgrundierung vorstreichen.

Verarbeitung: Zunächst werden die einzelnen Korkplatten rückseitig mit einer Kleberauftragswalze mit Kleber versehen. Die Auftragsmenge ist dabei so zu wählen, dass ein vollflächiger Klebstoffilm entsteht, jedoch so fein wie möglich. Der Kleber muss anschließend so lange ablüften, bis er transparent geworden ist. Die Oberfläche kann dann problemlos angefasst, die Korkplatten können gestapelt und auf der langen Seite stehend transportiert werden.

Aber Vorsicht: Keinesfalls dürfen sich zwei Platten mit der Kleberseite berühren. Der Kleber klebt schon bei geringem Kontakt! Zwei derart verbundene Platten sind im wahrsten Sinne des Wortes "unzertrennlich".

Auf den Untergrund wird der Kleber ebenfalls mit der Walze aufgetragen. Die Auftragsmenge ist wiederum so zu wählen, dass ein vollflächiger Klebstoffilm entsteht. Nach etwa 30-60 Minuten Ablüftzeit, wenn der Klebstoffilm transparent getrocknet ist, kann mit dem Verlegen begonnen werden.

 

6. Verlegung auf Fußbodenheizung

Mit unserem Kleber ist die Verlegung auf beheizten Fußböden problemlos möglich. Die Heizung muß vor der Verlegung 10 Tage in Betrieb sein. 2 Tage vor der Verlegung wird die Heizung abgeschaltet, bzw. im Winter auf ein Minimum reduziert. Das Wiederaufheizen kann drei Tage nach der Verlegung und stets langsam erfolgen.

 

7. Verlegung

Zunächst wird mit der Richtlatte eine parallele Linie im Abstand von einer Plattenreihe an der Wand entlang gezogen, von der aus begonnen wird. Bei nicht rechtwinkligen Räumen ist darauf zu achten, dass diese Linie nicht schräg zur Tür liegt. Nun werden die Korkplatten passgerecht eingelegt und gut angedrückt. Dabei sollen die Längsseiten der Platten parallel zum Fenster verlaufen. Hierbei gilt es sorgfältig zu arbeiten: Wenn eine Platte einmal liegt, dann klebt sie. Korrekturen sind dann nicht mehr möglich. Die verlegten Platten können sofort begangen werden. Sie sollten aber darauf achten, dass die ungeschützte Oberfläche durch nichts verschmutzt oder beschädigt wird (Streifen oder Risse können durch Schuhe oder scharfkantige Gegenstände entstehen). Von unversiegeltem Kork lassen sich Verschmutzungen kaum wieder entfernen.

Außerdem gilt es folgendes zu beachten: Kork ist ein Naturmaterial bei dem es selten zu leichten Maßungenauigkeiten kommen kann. Beim Verlegen der Platten sind diese durch leichtes Ziehen oder Stauchen auszugleichen.

 

8. Verlegearten

Es gibt verschiedene Verlegearten. Die gebräuchlichsten sind der Englische Verband (von Reihe zu Reihe jeweils um die Hälfte Versetzt) und der Wilde Verband (von Reihe zu Reihe willkürlich versetzt). Wesentlich schwieriger ist die Verlegung auf Kreuzfuge (Ecke auf Ecke, jeweils vier Ecken bilden ein Kreuz) und wird deshalb nicht empfohlen.

In der Praxis hat sich der Englische Verband als gelungener Kompromiss aus geringem Verschnitt und regelmäßiger Optik bewährt.

 

9. Zuschneiden der Korkplatten

Um die Korkplatten an der Zimmerwand genau einzupassen, müssen diese gegebenenfalls mit einem Teppichmesser auf die richtige Länge zugeschnitten werden. Verfahren Sie dabei nach folgender Methode: Auf die letzte ganze Korkplatte einer Bahn werden zwei weitere Platten aufgelegt, so daß die Ränder genau übereinstimmen. Die Oberste Platte fungiert nun als Schablone: Schieben Sie sie in Richtung Wand/Teppichleiste, bis sie anstößt. Aber Achtung: nehmen Sie hierfür keine vorgeleimte Platte oder wenden Sie sie (sonst könnte sie ungewollt festkleben!). Markieren Sie nun das hervorstehende Stück der zweiten (zweitobersten) Platte entlang der Kante der obersten Platte. Entlang dieser Markierung schneiden Sie nun (auf einer geeigneten Unterlage) dieses Stück von der Platte ab. Dieses Plattenstück passt nun genau in die Lücke zwischen der letzen ganze Platte und der Wand.

 

10. Benutzen der Andruckwalze

Zum Schluss werden die Korkplatten mit der Andruckwalze abgefahren. Fahren Sie dabei langsam über den verlegten Boden. Fahren Sie zum Andrücken der Plattenmitte über diese, zum Andrücken der Stöße mittig über die Stöße. Um den Anpressdruck zu erhöhen, stellen Sie sich mit einem Fuß auf die Walze. Aber Achtung: Bitte nicht "ausrutschen"! Stellen, die von der Walze nicht erreicht werden, müssen Sie mit einem Gummihammer bearbeiten.

 

11. Versiegeln des Korkbodens

Mit der Oberflächenbehandlung wird erst die eigentliche Nutzschicht des Korkbodens hergestellt. Deshalb sollte mit entsprechender Sorgfalt vorgegangen werden. Da jede Verschmutzung des Bodens von der Versiegelung eingeschlossen würde, sollte der Boden nicht mit Schuhen begangen werden. Auf keinen Fall sollten zu diesem Zeitpunkt irgendwelche anderen Arbeiten von Handwerkern verrichtet werden. Das Korkparkett muss nun sehr gründlich gereinigt werden: Erst kehren, dann gründlich staubsaugen. Den unversiegelten Kork nicht feucht oder nass wischen!

Sofort nach der Verlegung, dem Anwalzen und dem Staubsaugen des Bodens, muss die erste Schicht der Versiegelung aufgetragen werden. Benutzen Sie hierfür unseren speziellen Einkomponenten-Wasserlack. Vor Gebrauch muss der Lack gut durchgerührt werden. Beginnen Sie den Auftrag der Versiegelung an den Rändern mit einem kleinen Pinsel. Für die größeren Flächen nehmen Sie die Lackauftragsrolle. Es empfiehlt sich, den Lackroller auf einen (z.B. Besen-)Stiel zu stecken und stehend zu lackieren. Dabei soll Pfützenbildung vermieden werden.

Die Versiegelung wird in drei bis vier Anstrichen aufgetragen. Wichtig ist aber nicht die Zahl der Anstriche, entscheidend ist vielmehr, dass die gesamte Versiegelung auf dem Boden ausgerollt wird, denn der Lack schützt den Boden vor Verschleiß.

Im Allgemeinen beträgt die Trockenzeit einer Lackschicht drei bis vier Stunden. Nach dieser Zeit ist der Boden bereits wieder begehbar, aber noch nicht voll belastbar. Es sollten nicht mehr als zwei Versiegelungsgänge pro Tag durchgeführt werden.

Nach dem vorletzten Anstrich ist die Fläche nochmalig auf eventuell eingeschlossene Partikel zu überprüfen. Einschlüsse, wie Haare oder Krümel, sind vorsichtig mit einer Rasierklinge zu entfernen. Nach der Trocknung ist die Lackschicht begehbar, muss aber noch weiter aushärten. Ihre Endhärte erreicht die Versiegelung nach sieben Tagen, bis dahin sollte man den Boden vor Nässe und großer Inanspruchnahme schützen. Das bedeutet auch, dass Möbel erst nach der Aushärtungsphase auf das Korkparkett gestellt werden können.

Ihr Korkboden ist jetzt fertig verlegt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und ein angenehmes Leben auf Ihrem neuen Boden!

 

12. Pflege Ihres Bodens

Bei richtiger (nicht sonderlich aufwendiger) Pflege hält Ihr Boden 20 bis 30 und mehr Jahre. Bitte beachten Sie auch unsere Pflegeanleitung.